Erreichbarkeit des pastoralen Teams

30. April 2020

Unser pastorales Team ist auch jetzt mit offenen Ohren und Herzen für Sie und Ihre Fragen, Nöte, Zweifel, Trauer und Ratlosigkeit da

Maßnahmen gegen Corona-Virus - Gottesdienste

29. April 2020

Liebe Gemeinde St. Godehard mit den Kirchorten St. Benno, Christkönig, St. Godehard und Maria Trost,  liebe Gemeinde St. Heinrich mit...

Willkommen in der Pfarrgemeinde St. Heinrich

Liebe Schwestern und Brüder in St. Heinrich mit den Kirchorten St. Clemens, St. Elisabeth und St. Heinrich,
Liebe Schwestern und Brüder in St. Godehard mit den Kirchorten Christkönig, Maria Trost, St. Benno und St. Godehard,

„Fällt Ostern in diesem Jahr aus?“ So wurde ich in den letzten Tagen per E-Mail gefragt. Findet Ostern in diesen Zeiten der Corona-Krise nicht statt?

Ostern findet statt, nur anders als wir es kennen und es uns vertraut ist. Wir können uns nicht als Gemeinde treffen, um die Liturgien an drei Tagen zu feiern:

Gründonnerstag, Mahl der Erinnerung: Jesu versammelt seine Freunde, um das große Handeln Gottes an seinem Volk zu feiern. Gott, der sein Volk aus der Knechtschaft Ägyptens herausführte. Bei diesem Mahl hat Jesus Brot und Wein als seinen Leib und sein Blut im Hinblick auf sein Sterben am Kreuz neu gedeutet. Ich lade auch Sie ein, sich zu erinnern? Wo haben Sie Befreiung erfahren? Als Einzelne oder Mitglied einer Gruppe? Aus welcher Situation möchten Sie befreit werden?

Karfreitag, um 15:00 Uhr zu ungewöhnlicher Stunde begingen wir die Liturgie in unseren Kirchen. Wir bedenken das Leiden und Sterben Jesu und beten. Ein Gottesdienst, geprägt von der Stille, ohne Kirchenschmuck und ohne Orgelspiel. Angesichts des Todes Jesu gibt es keinen Grund zu feiern und wir sind sprachlos. Auch angesichts der vielen Toten der Corona Pandemie fehlen uns die Worte. Unsere Kirchen sind in diesen Tagen geöffnet. Sie laden ein zum stillen Verweilen und zum Beten. Die Stille und das Schwere dieser Tage auszuhalten, wie Jesus sich am Kreuz hingehalten hat für uns. Was gilt es für Sie auszuhalten und zu ertragen? Ich muss auch denken an die Menschen, die in diesen Tagen eine Infektion mit dem Virus riskieren, um für andere Menschen da zu sein, ihren Platz nicht verlassen.

Karsamstag, Ruhe und Stille - Grabesruhe. Am Grab nehmen wir Abschied von geliebten Menschen und uns bleibt nur die Erinnerung und das Erinnern an die Verstorbenen. Und genau das machen die Jünger Jesu. Sie flüchten, entfernen sich von dem Bedrohlichem und erzählen von dem, was Ihnen lieb war. Woran hängt Ihre Erinnerung? Was ist Ihnen lieb und teuer?

Aber diese Stille ist nicht nur ein Schweigen, weil wir sprachlos geworden sind, sondern gleichzeitig ein aufmerksames Hören und Lauschen. Der eigenen Sehnsucht nach Leben lauschen.

Und dann das Ziel: die Osternacht - Ostern feiern wir Auferstehung.  Im Dunklen vor der Kirche brannte ein Osterfeuer, dann zogen wir mit der brennenden Osterkerze in die dunkle Kirche und das Licht wurde weitergegeben und viele Kerzen erhellten den dunklen Raum. Wir hörten die Lesungen: die Schöpfungsgeschichte, die Abrahamsgeschichte, den Durchzug durch das rote Meer, die Botschaft der Propheten bis hin zur Verkündigung Auferstehung Jesu in den Evangelien. Wir erinnern uns an unsere Taufe, segnen das Osterwasser als Symbol des Lebens und feiern Eucharistie: Tod und Auferstehung Jesu. Welche persönliche Erfahrung von „neuem“ Leben haben Sie gemacht? Was haben Sie, auch in diesen Tagen zu feiern? Wofür sind Sie dankbar? Wo spüren Sie die Hoffnung auf Auferstehung?

Diese Tage sind wie ein einziger Gottesdienst, den wir am Gründonnerstag eröffnen und am Ostersonntag beenden. Wir feiern damit unsere Hoffnung. Als Christen „schauen“ wir glaubend und hoffend über die erfahrbare Grenze des Todes hinaus. Mit Christus gelangen wir durch den Tod hindurch zu neuem, verwandeltem und vollendetem Leben.

Auf der Vorderseite wird diese Auferstehung ins Bild gebracht. Es sieht für mich wie eine Explosion aus. Ich finde diese Darstellung von Energie, Kraft und Dynamik passt zu Ostern: Das Leben explodiert. Aus dem Tod heraus wird Energie frei. Diese Energie benötigen wir besonders an diesem Osterfest, dass stattfindet in einer ganz anderen Form. Nicht wie sonst findet es statt. In dieser Situation brauchen wir eine Explosion der Hoffnung. Eine Hoffnung über die augenblickliche Situation der Corona-Krise hinaus, in der uns vieles wegen unserer eigenen Gesundheit und der Gesundheit der anderen abverlangt wird.

In einer Geschichte von Antoine de Saint-Exupéry heißt es etwa: Wenn Du Menschen dazu anleiten willst Schiffe zu bauen, dann rufe keine Menschen zusammen, um Holz zu beschaffen, dann gibt ihnen keine Materialien, Werkzeuge und Pläne an die Hände, sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem großen, weiten und endlosen Meer.

So werden wir in diesem Jahr Ostern ohne die uns bekannten Liturgien feiern, aber erzählen Sie einander von der Sehnsucht nach Auferstehung und Leben, die ihren Grund in unserem christlichen Glauben hat.

Ich wünsche Ihnen, auch im Namen unseres Pfarrteams,
ein gesegnetes Osterfest

Ihr Pfarrer Wolfgang Semmet

Pfarrgemeinde St. Heinrich, Sallstr. 74, 30171 Hannover,
Tel.
0511-800 598 80

Bankkonto: Ev. Kreditgenossenschaft Hannover
IBAN: DE36 5206 0410 0000 6090 99, BIC: GENODEF1EK1

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