Begräbnisdienst

„Tote begraben gehört als Werk der Barmherzigkeit zu den wichtigen Aufgaben einer Pfarrgemeinde. Die ganze Gemeinde ist aufgerufen, sich um die Kranken und die Sterbenden zu sorgen, an der liturgischen Feier des Begräbnisses teilzunehmen und die Trauernden zu begleiten. Zu den verschiedenen Diensten, die hierbei wahrgenommen werden können … gehört der liturgische Dienst des Begräbnisses… In Zukunft ist damit zu rechnen, dass nicht mehr für alle Begräbnisdienste in einer Pfarrgemeinde ein Priester oder Diakon zur Verfügung stehen wird… Durch die Feier des Begräbnisses durch vom Bischof beauftragte Laien kommt auch die gemeinsame Sorge der Gläubigen für die Toten und die Trauernden zum Ausdruck.“  So heißt es in den Richtlinien des Bistums Hildesheim „Die Feier des Begräbnisses durch beauftragte Laien“ aus dem Jahr 2006. Was zunächst nur als eine Folge des zunehmenden Mangels an Geistlichen erscheint, ist eigentlich eine Aufgabe, die einer jeden Pfarrgemeinde und ihrer Mitglieder zukommt. Dieses Wissen ist leider verlorengegangen und wird in der Tat erst durch die Veränderung der personellen Situation in unserer Kirche wieder offengelegt. Doch mehr als um einen Ausweg angesichts der Überlastung von hauptamtlichen Seelsorgern geht es um zukunftsweisende Impulse für das Glaubensleben unserer Gemeinden.

In unserer Pfarrgemeinde ist Herr Dr. Frithjof Oertel aus dem Kirchort St. Elisabeth im März 2012 für den Dienst als Begräbnisleiter von Bischof Norbert Trelle beauftragt worden. Neben Pfarrer Lim, Diakon Delacor und Gemeindereferent Habel kommt er bei Trauerfeiern und Bestattungen zum Einsatz. Für manche in der Gemeinde mag es zunächst befremdlich erscheinen, dass ein ehrenamtliches Gemeindemitglied eine Beerdigung durchführen kann. In der Tat betreten wir mit diesem Schritt noch Neuland bei der Pastoral im Raum Hannover. In wenigen anderen Pfarrgemeinden wird der Begräbnisdienst durch Laien bereits seit längerer Zeit praktiziert und aufgrund positiver Erfahrungen auch angenommen. Dies ist auch für unsere Gemeinde zu erhoffen.